Palladium und sein Rückgewinnungspotenzial

Palladium als Sekundärrohstoff. Bei der Rückgewinnung von Silber, siehe anderer Artikel, liegt er Fokus auf der Rückhaltung des Dicyanoargentat, also des Silberkomplexes, um die extrem zeitaufwändige und kostenträchtige Abwassebehandlung zu vermeiden. Beim Palladium geht es um die Gewinnung als Sekundärrohstoff, da der weltweite Bedarf höher liegt als die Förderung. Zudem liegen die Palladiumvorkommen in politisch schwierigen Gebieten.

Der hauptsächliche Palladiumeinsatz in Galvanobetrieben ist die Bekeimung von Kunststoff, um anschließend die erste Metallschicht chemisch aufbringen zu können. Die Palladiumkonzentration im Aktivbad beträgt weniger als 0,05 g/l. Aufgrund dieser äußerst geringen Konzentration erfolgt auch keine Aufarbeitung.

Schaut man ein wenig genauer hin und analysiert dorgfältig, stellt man fest, dass nur 10-20% des Pd auf der Ware landen und die restlichen 80-90% im Abwasser. Die Konzentration im Abwasser liegt nur bei 1-2 mg/l. Aber die Fracht summiert sich. In Deutschland gelangen so 20-25 kg Pd pro Jahr ins Abwasser. Je nach aktuellem Preis sind das 380.000 – 480.000 €/a

Eine simple Rückgewinnung ist nicht möglich, da das Palladium auch noch gut verpackt in einem Nanopartikel vorliegt. Die geringe Konzentration erfordert zudem eine Anreicherung bevor die eigentliche Rückgewinnung erfolgen kann.

Hier muss tiefer in die Trickkiste gegriffen werden.

Beim Einsatz von Ionenaustauscher zur Anreicherung muss das anfallende Abwasser zuerst konditioniert werden, sonst können die Austauscher den Palladiumkomplex nicht aufnehmen.

Mit der Membrantechnik kann der Nanopartikel zurückgehalten werden. Allerdings werden auch andere Inhaltsstoffe zurückgehalten.

Die anschließende eigentliche Rückgewinnung muss auf das Regenerat bzw. Konzentrat abgestimmt werden.

Details hierzu finden Sie in der Präsentation hier.

 

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