Entwicklung innovatives Verfahren

Wir beschäftigen uns bereits seit einigen Jahren mit der Theorie eines innovativen Behandlungsverfahrens zur Zerstörung von harten organischen Komplexbildnern und zur Rückgewinnung von Metallen.

RadOx initiiert chemisch–physikalisch eine Radikalreaktion, die dann autokatalytisch weiter läuft. Durch die Oxidationskraft des Radikals werden auch harte organische Komplexbildner angegriffen.

Es gibt immer noch (oder schon wieder mehr) Elektrolyte, die harte organische Komplexbildner enthalten. Damit beginnt auf der Abwasserseite eine Chemikalienschlacht oder die Betriebe geben ganz auf und verlagern auf die Abfallschiene  d. h. verdampfen und das Konzentrat fremdentsorgen. Durch unser Verfahren werden die Komplexbildner zerstört. Damit entfällt auch die aufwendige separate Führung dieser Teilströme in der Abwasseranlage.

Weiterhin geht es darum Abwasserteilströme, die Metalle enthalten, die edler als Kupfer sind, möglichst so zu behandeln, das eine Wiederverwertung der Metalle einfach möglich ist.

Der Chemikalieneinsatz soll dabei minimiert werden.

Im Kern handelt es sich um eine induzierte Radikalreaktion, die im besten Fall katalytisch weiter läuft. Das hört sich sehr theoretisch und wenig praxisorientiert an. Ist es aber nicht. Die bekannteste und auch sehr verbreitete Radikalerzeugung ist die UV-Technik. Hier wird durch das UV Licht ein OH Radikal erzeugt. Bekannt ist auch Ozon. Eine der ältesten Radikalreaktionen ist die Fenton Reaktion. Genug zur Theorie. Wir werden das zu gegebener Zeit vertiefen.

 

Nach über 2 Jahren Vorbereitung ist es soweit: wir beginnen mit der Verfahrensentwicklung. 2 Jahre Vorbereitung klingt sehr viel. Aber die Probleme bei einem wirklich innovativen Verfahren, also nicht einer Verfahrensadaption, sind auch erheblich. Beispielsweise gibt es keine fertige Anlage für Laborversuche, die mal eben eingekauft wird. Sondern wir mussten  Anlagen aufwendig modifizieren bzw. adaptieren. Hinzu kommt die bei einer Verfahrensentwicklung zwingend erforderliche Datenerfassung. Auch  an dieser Stelle musste einiges an Meßtechnik ergänzt, adaptiert und neu aufgebaut werden. Viel Arbeit und viel Aufwand.

Nun steht unsere Laborversuchsanlage und die ersten Versuche sind gelaufen.

Genug der Worte. Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Deshalb hier die ersten Ergebnisse.

 

2 Antworten

  1. MANFRED BECK sagt:

    Ein schematischer Aufbau eine Behandlungsanlage wäre schön. Wie gross ist der Platzbedarf, möglicher Durchsatz, Steuerungstechnik, etc.
    Gerne höre oder sehe ich mehr davon.
    Freundliche Grüsse
    Manfred Beck

    • admin sagt:

      Hallo Herr Beck
      verständlicherweise interessieren Sie sich als Anlagenbauer mehr für die Anlagentechnik. Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums von RadOx variieren die Behandlungszeiten in Abhängigkeit vom Abwassertyp. Daher lässt sich bisher keine allgemeingültige Aussage zum Durchsatz machen.
      Bisher ist RadOx immer „nachgerüstet“ worden. Die Anlagen wurden in die bestehenden Abwasseranlagen integriert. Verfahrenstechnisch wird RadOx zwischen dem Pufferbehälter und dem Chargenreaktor platziert. Teilweise werden neben dem eigentlichen „Zielabwasser“ noch andere Teilströme im Pufferbehälter gesammelt mit denen RadOx dann fertig werden muss. Daher sind die Anlagen bisher individuell für den Einsatzfall und dem zur Verfügung stehenden Platz geplant worden. Es gibt noch keine Standardanlage.
      mit freundlichen Grüßen
      Anke Heisel

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